Gesundheits- und Generationenkonzept

Gesundheits- und Generationenkonzept Neckertal

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung, Seite 2

1.1 Ausgangslage, Seite 2

1.2. Stand 2010, Seite 3

2. Zielsetzungen des Gesundheits- und Generationenkonzepts, Seite 3

3. Organisation, Seite 3

3.1 Beteiligte Gemeinden, Seite 3

3.2. Zuordnung der Aufgaben, Seite 3

3.2.1 Regionale Aufgaben, Seite 3

3.2.2 Kommunale Aufgaben, Seite 3

3.3 Organe, Aufgaben und Kompetenzen (siehe Organigramm), Seite 4

3.3.1 Gemeinderäte, Seite 4

3.3.2 Kommission Gesundheit, Prävention und Alter, Seite 4

3.3.3 Heimkommission Alters- und Pflegeheim Brunnadern, Seite 5

4. Leitgedanken und Massnahmen, Seite 5

4.1. Prävention und Vorbereitung auf Lebensabschnitte, Seite 5

4.2. Soziale Kontakte, Animation, Seite 7

4.3. Sicherheit schaffen, Seite 7

4.4. Gesundheitswesen (Dienstleistungen, Angebote), Seite 8

4.5. Wohnen, Seite 9

4.6. Mobilität (Verkehr und Infrastruktur), Seite 10

4.7. Information und Koordination, Seite 10

 

1. Einleitung

1.1 Ausgangslage

Zur Erarbeitung der Entscheidungsgrundlagen für die Gemeindevereinigung befasste sich eine Arbeitsgruppe „Altersheime / Spitex“ mit der künftigen Gesundheits- und Altersversorgung im Neckertal.

Über das Resultat dieser Arbeitsgruppe wurde in den Informationsbroschüren zum Projekt „GemeindeNeckertal“ informiert.

Bericht zur öffentlichen Vernehmlassung vom 19. Januar 2006

Zielsetzungen

Gemeinsames Dach für den ganzen Bereich Gesundheit im ganzen Neckertal

mit Einbezug der Partnergemeinden Oberhelfenschwil, Hemberg und Schönengrund

Erhaltung und wirtschaftliche Nutzung der bestehenden Angebote und Strukturen

 Klar definierte Angebotsstruktur mit Einbezug aller Altersgruppen und ergänzenden Angeboten im sozialen Bereich

Einheitlicher Auftritt der Gesundheitsversorgung in allen Gemeinden

Gesundheitsversorgung Neckertal

Als gemeinsames Dach für den ganzen Bereich Gesundheit soll eine Gesundheitsversorgungsregion

Neckertal geschaffen werden, in die auch die Gemeinden Oberhelfenschwil, Hemberg und Schönengrund so weit als möglich und von diesen erwünscht integriert werden können.

Mit einer gemeinsamen Trägerschaft soll ein transparentes Angebot mit einer gemeinsamen

Philosophie von ambulant und stationär unter gleichwertigen Partnern erreicht werden.

Synergien und Ressourcen sollen optimal genutzt, die Abläufe optimiert und neue Angebote im sozialen Bereich geprüft werden.

Die Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung soll in das Gesamtkonzept integriert werden.

Fragen, wie die Erarbeitung eines Alterswohnungskonzeptes, Pflegewohngruppen als geeignete Wohnform, Förderung der Freiwilligenarbeit und Angehörigenunterstützung sollen ebenfalls thematisiert werden.

Kompetenzzentrum Gesundheit

Um das Dienstleistungsangebot möglichst gleichmässig auf das ganze Gebiet der Gemeinde

Neckertal zu verteilen, steht die Schaffung von Kompetenzzentren, wie z.B. für die Bereiche Verwaltung, Technische Betriebe, Öffentliche Sicherheit und Gesundheit, zur Diskussion.

Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur mit dem regionalen Alters- und Pflegeheim und dem

Spitexstützpunkt Neckertal sowie der verkehrsgünstigen zentralen Lage wäre Brunnadern als Kompetenzzentrum Gesundheit geeignet.

Falls das Gemeindehaus für die Gemeindeverwaltung Neckertal nicht mehr benötigt wird, stehen auch geeignete Räumlichkeiten für die Geschäftsleitung und eine bedarfsgerechte Angebotserweiterung zur Verfügung.

Abstimmungsbroschüre über den Vereinigungsbeschluss vom 21. Oktober 2007

In der Abstimmungsbroschüre wurden folgende Zielsetzungen bestätigt:

Gemeinsames Dach für den ganzen Bereich Gesundheit im ganzen Neckertal mit Einbezug der Partnergemeinden Oberhelfenschwil, Hemberg und Schönengrund

Schaffung einer Gesundheitsversorgungsregion Neckertal zur Zusammenführungder bisherigen Angebote.

Gemeinsame Trägerschaft zur Sicherstellung und Koordination sowie zum Ausbau der vorhandenen Angebote.

Verteilung des Dienstleistungsangebotes auf das ganze Gemeindegebiet mit Verwaltungseinheiten in Mogelsberg und St. Peterzell und einem Kompetenzzentrum Gesundheit in Brunnadern

1.2. Stand 2010

Anlässlich einer Sitzung am 18. Oktober hat die Gruppe „Prävention und Gesundheit“ zusammen mit

interessierten Fachleuten die Ziele aus dem Jahr 2006 überprüft:

- Ein einheitliches „Dach“ kann es innerhalb der Gemeinde nicht geben, die Heime und die Spitex unterstehen verschiedenen Trägerschaften, welche die politischen Grenzen überspannen.

- Bei den Altersheimen erfolgt eine Konzentration, Mogelsberg wird umgenutzt, die Aemisegg bleibt ihrem Marktsegment erhalten, Brunnadern wird verpachtet.

- Die Spitex wurde vereinigt.

- Das Kompetenzzentrum Gesundheit entsteht in Brunnadern (APH, Spitex, Mütterberatung)

- Die medizinische Versorgung bleibt ein Sorgenkind, die Ärzte sind freie Unternehmer und eine Gemeinschaftspraxis wäre wünschenswert.

- Ein Angebot für betreutes Wohnen wird ebenfalls erstellt.

Ein guter Teil der Ziele ist bereits realisiert oder steht unmittelbar davor, bei einigen ist dies nicht möglich. In einigen Bereichen besteht dringender Handlungsbedarf.

2. Zielsetzungen des Gesundheits- und Generationenkonzepts

Sicherstellung einer zweckmässigen Gesundheits- und Altersversorgung der Region

Regelmässige Überprüfung und Anpassung der Strategie

Koordination im Gesundheits- und Altersbereich der Region sicherstellen

Realisation von regionalen Projekten

3. Organisation

3.1 Beteiligte Gemeinden

- Hemberg

- Neckertal

- Oberhelfenschwil

- Schönengrund AR

3.2. Zuordnung der Aufgaben

3.2.1 Regionale Aufgaben

Erarbeitung einer gemeinsamen Strategie

Führung der Spitex

Aufsicht und Begleitung des Regionalen Alters- und Pflegeheims Brunnadern

Vernehmlassungen zu Fragen der Gesundheitspolitik

Regionale Projekte

3.2.2 Kommunale Aufgaben

Seniorenarbeit

Führung gemeindeeigener Heime

Gemeindeeigene Projekte

3.3 Organe, Aufgaben und Kompetenzen (siehe Organigramm)

3.3.1 Gemeinderäte

Tragen die Verantwortung für die Gesundheits- und Altersversorgung

Sie beschliessen über die:

- Strategie in der Alters- und Gesundheitsversorgung

- Realisation von Projekten

- das Budget der Kommissionen

3.3.2 Kommission Gesundheit, Prävention und Alter

Zusammensetzung

Sie besteht aus einem Mitglied pro Gemeinderat der beteiligten Gemeinden.

Es können je nach Bedarf weitere Fachkräfte beigezogen werden.

Stimmrecht und Beschlussfassung

Stimmberechtigt sind die Mitglieder der Gemeinderäte.

Die Fachkräfte nehmen mit beratender Stimme an den Sitzungen teil.

Aufgaben und Kompetenzen

Die Kommission

- erfüllt ihre Aufgabe im Rahmen der von den beteiligten Gemeinden bewilligten Budgetrahmen

- nimmt in Bezug auf das Gesundheitswesen und die Seniorenarbeit Koordinationsaufgaben wahr

- entwickelt zuhanden der Gemeinderäte eine Strategie für die Gesundheits- und Altersversorgung

- überprüft diese jährlich und verfasst einen Bericht zuhanden der Gemeinderäte

- betreibt eine Informations- und Koordinationsplattform für Körperschaften, Anbieter und

Verantwortliche der Bereiche Gesundheit und Prävention.

(z.B. Heime, Ärzte, Zahnmediziner, Spitex, Anbieter von Therapien und komplementären

Angeboten, Präventionsprojekte der Jugendkommission, Kommission Seniorenarbeit,..)

- nimmt zu Fragen der Gesundheitspolitik zuhanden der Gemeinderäte Stellung (z.B Spitäler)

- bündelt die Anliegen der SeniorInnen

- realisiert regionale Projekte im Rahmen der von den Gemeinden erteilten Budgetkompetenz

- initiiert Projekte (z.B. betriebliche Gesundheitsförderung, regionale Kurse, usw.)

Zusammenarbeit mit anderen Kommissionen und Organisationen

Jugendkommission Zusammenarbeit in Fragen der Prävention.

Spitex Zusammenarbeit in strategischen Fragen.

Kommunale Zusammenarbeit in Koordinationsfragen.

Kommissionen

Seniorenarbeit

 

3.3.3 Heimkommission Alters- und Pflegeheim Brunnadern

Die Stiftung "Helios - Leben im Alter" untersteht in Bezug auf die Erfüllung der öffentlichen Aufgabe und die in der Leistungsvereinbarung enthaltenen Bestimmungen der Aufsicht der politischen Gemeinde Neckertal.

Zur Wahrung ihrer Aufsichtspflicht setzt die Politische Gemeinde Neckertal eine Heimkommission ein.

Heimkommission

Mitglieder

Je eine Vertretung aus den Gemeinderäten der drei beteiligten Gemeinden Vertreter der Stiftung Helios

Heimleitung

Vorsitz Den Vorsitz führt die Vertreterin / der Vertreter der Gemeinde Neckertal

Aufgaben

 An der Herbstsitzung, Ende November / anfangs Dezember, werden folgende Traktanden / Kompetenzen besprochen:

Tarifgestaltung

Reporting / Info

Es erfolgt jeweils ein Vorversand der Unterlagen an die Behörden.

Erweiterte Kommission

Mitglieder Je eine Vertretung aus den Gemeinderäten der drei beteiligten Gemeinden

Vertreter der Stiftung Helios

Heimleitung

VertreterInnen aus der Alterskontaktkommission, Spitex, Pflegedienstleitung, Arzt,

Die Aufzählung ist nicht abschliessend

Vorsitz Den Vorsitz führt die Vertreterin / der Vertreter der Gemeinde Neckertal

Aufgaben Sie tagt im Anschluss an die Herbstsitzung der Aufsichtskommission Ende November /

Kompetenzen anfangs Dezember

Die Heimkommission unterstützt im Auftrag der Gemeinden die Betriebsführung nach besten Kräften. Sie fördert die Integration und Vernetzung des Heimes in die Gemeinde.

Sie unterstützt und fördert das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger für das Pflegeheim und seine Bewohnerinnen und Bewohner. (Seniorennachmittage,

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen im Hause oder extern,…)

Je nach Bedarf findet in dieser Zusammensetzung eine zweite Sitzung im Juni statt.

4. Leitgedanken und Massnahmen

4.1. Prävention und Vorbereitung auf Lebensabschnitte

Fällt der Begriff „Prävention“, ist er in den Vorstellungen der Empfänger oft verbunden mit Vorstellungen von „Verzicht“, „Schweiss“, „Mühsal“, „unattraktive Übungen“ und so weiter, in gewisser Weise nicht unbedingt „positiv besetzt“.
Gesundheitsvorsorge kann aber auch Spass an Sport und Bewegung, Wellness, Pflege, gezielter Genuss, ein gutes Sicherheitsgefühl und vieles mehr bedeuten.

Konkret heisst dies, dass anstelle des Zeigefingers, der auf Verbote und Einschränkungen hinweist, durch gezielte Beratung und „gluschtige“ Angebote motiviert werden soll.

Trotzdem gibt es auch eine repressive Komponente. Dies vor allem dann, wenn es darum geht, die Verfügbarkeit und den Umgang mit gesundheitsschädlichen Substanzen im Rahmen der Gesetzgebung einzuschränken (Z.B. Alkoholabgabe an Jugendliche, Drogenpolitik).

Leitgedanken

• Den Lebensabschnitten angepasste Gesundheitsförderung anbieten

• Zur Selbstverantwortung motivieren

• Gesundheitsvorsorge soll viele erreichen und Spass machen

• Positive Vorbilder fördern

• Förderung der geistigen Fitness

• Repressive Massnahmen dort, wo sie nötig sind

Ist-Zustand

Säuglinge und Kinder

Mütterberatung

MUKI Turnen

Spielgruppen

Jugendliche und junge Erwachsene

Prävention in der Schule

Suchtprävention der Sozialen Fachstellen

Sport- und andere Vereine

Bibliotheken

Erwachsene

Kurse zu Gesundheitsfragen

Angebote zur Förderung der Bewegung und Gesundheit

Bibliotheken

Sport- und Vereinsangebote

Suchtprävention der Sozialen Fachstellen

Senioren

Seniorenanlässe

Bibliotheken

Angebot der Pro Senectute

Suchtprävention der Sozialen Fachstellen

Mögliche Massnahmen

Kurse zur Geburtsvorbereitung

Events der JUKO

Angebote der Vereine stärken

Wellness-Kurse und Gesundheitskurse

Vorbereitungskurse zur Pensionierung

Bekanntmachung der Angebote

Gesundheitssymposium

Gesundes Essen aus dem Neckertal, Markt

Alkohol – Testkäufe

 

4.2. Soziale Kontakte, Animation

Soziale Kontakte sind ein Grundbedürfnis des Menschen. Menschen, die vereinsamen, erkranken nicht nur psychisch, es hängen damit auch immer auf mannigfache Art und Weise körperliche Konsequenzen zusammen. Nicht nur Hilfe und Zuwendung erhalten tut gut, selber helfen und Kontakte knüpfen können hat für den Gebenden den gleichen Effekt.

Leitgedanken

• Soziale Netze anregen, pflegen, stärken

• Der Vereinsamung entgegen wirken

• Die gegenseitige Hilfe fördern

• Dem Leben, wo nötig, neue Inhalte geben

Ist-Zustand

Säuglinge und Kinder

Mütterberatung

MUKI Turnen

Spielgruppe

Mütter – Runde / Mütter - Höck

Jugendliche und junge Erwachsene

Sport- und andere Vereine

Jugendtreffs

Erwachsene

Sport- und andere Vereine

Kulturangebote

Senioren

Seniorennachmittage

Angebot für junge Senioren

Mahlzeitendienst

Mögliche Massnahmen

Begrüssungen: Neuzuzüger, neue Senioren

Schaffung einer „Online-Börse für kleine Dienstleistungen“

Anlässe/Angebote fördern, die Generationen zusammen bringen

Projekte zur Verknüpfung der Generationen, beide profitieren voneinander

- Junge wohnen bei Senioren

- Schule – Senioren

Gezielte Nutzung der Info–Plattform (Veranstaltungskalender) der Gemeinde

Organisation „Senioren helfen Senioren“

Angebote auch ausserhalb der Vereine fördern

4.3. Sicherheit schaffen

Angst macht krank, ist ein bekanntes Sprichwort. Auch hier spielen die bekannten Zusammenhänge zwischen Psyche und Körper. Aus diesem Grunde ist es auch sinnvoll, diesem Aspekt in einem Gesundheits- und Generationenkonzept Rechnung zu tragen. Es besteht ein enger Zusammenhang mit beiden vorangegangenen Abschnitten

Leitgedanken

• Gesundheit, Lebensqualität und Wohlbefinden durch Stärkung der persönlichen Sicherheit und Kompetenz

• Sicherheit der medizinischen Versorgung

• Sicherheit durch soziale Netze

• Sicherheit durch nahe Dienste der öffentlichen Sicherheit

Ist-Zustand

Diverse Beratungsstellen (Mütterberatung, Soziale Fachstellen, Pro Senectute, Pro Cap, Pro Infirmis) helfen Ratsuchenden, Sicherheit in den sie beschäftigenden Fragen zu gewinnen.

Oft funktioniert die Nachbarschaftshilfe noch recht gut.

Eine gut funktionierende Feuerwehr und der Polizeistützpunkt in Brunnadern sind ebenfalls wichtig für das Sicherheitsempfinden.

Mögliche Massnahmen

Beratungsangebote vor Ort bringen, falls dies noch nicht der Fall ist. (Bsp. Hausberatung Spitex und Pro Senectute)

Angebote publizieren

Nachbarschaftshilfe stärken und fördern

Aktive Präsenz der Dienste der öffentlichen Sicherheit (Beratung, Übungen, Demonstrationen)

4.4. Gesundheitswesen (Dienstleistungen, Angebote)

Eine zweckmässig optimale medizinische Versorgung entsteht durch ein gut abgestimmtes Zusammenspiel verschiedenster Akteure. Aufgrund unserer Topografie und Lage sind die praktizierenden Ärzte, auch Hausärzte oder Allgemeinmediziner genannt, von zentraler Bedeutung.
DenRegionalspitalern fällt die Aufgabe zu, eine nahe stationäre Behandlung sicher zu stellen. Die ihnen angegliederten Ambulatorien sollen die ärztliche Versorgung dann sicherstellen, wenn kein Hausarzt erreichbar ist. Dem in einigen Regionen feststellbaren Trend, dass PatientInnen die Notfallstation des Spitals direkt aufzusuchen, soll damit entgegengewirkt werden, dass die lokale ärztliche Versorgung gestärkt wird. Nur so können die Ziele „Standortattraktivität“, „persönliche Beratung“ und „Erstversorgung innert Minuten“ erreicht werden.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Anteil der Leute, die sich für Dienstleistungen der Komplementärmedizin entscheiden.

Existieren Therapiemöglichkeiten am Wohnort oder im Nachbardorf, wird dies ebenfalls sehr geschätzt.

Von zentraler Bedeutung wird aufgrund der Demografie das Angebot der ambulanten und stationären Pflege sein.

Leitgedanken

• Medizinische Erstversorgung soll innerhalb weniger Minuten erreichbar sein

• Die vorhandenen Regionalspitäler sollen erhalten bleiben

• Ein vielseitiges und stets aktuelles Angebot an ambulanten, teilstationären und stationären

Einrichtungen in der Pflege ist zu schaffen und zu erhalten

• Gesundheit erhalten soll vor Krankheit heilen Priorität haben

Ist-Zustand

Das Neckertal ist von den vier Regionalspitälern Wattwil, Wil, Flawil und Herisau umgeben. Diese sind innerhalb von fünfzehn bis zwanzig Minuten erreichbar, die Fahrzeit zum Kantonsspital beträgt etwa 35 Minuten. In den Regionalspitälern wird nicht mehr die gesamte Palette ärztlicher Dienstleistungen angeboten (z.B. Geburten).

Zum heutigen Zeitpunkt praktizieren drei Hausärzte in den Dörfern. Alle sind über sechzig und beschäftigen sich mit ihrer Nachfolgeregelung. Diese gestaltet sich nicht einfach, da viele junge Ärzte davor zurückscheuen, selbständig eine Praxis zu führen. Hohe Investitionen, gedämpfte Erträge und eine hohe Präsenzzeit werden diesbezüglich oft als Gründe genannt.

Das Angebot der ambulanten Pflege (Spitex) darf als sehr gut bezeichnet werden. Die Umstrukturierungsmassnahmen wurden vor zwei Jahren eingeleitet. Die neue Organisation gewinnt an Erfahrung und entwickelt sich weiter.

Der Bereich der stationären Pflege ist zurzeit sehr stark in Bewegung. Durch deren Konzentration auf Brunnadern, die Anpassung der Pflegekonzepte an die neuen Erkenntnisse und die Schaffung des Angebots des betreuten Wohnens sind wir auf gutem Wege, massgeschneiderte Lösungen kostengünstig anbieten zu können.

Es gibt diverse Angebote im Gesundheitsbereich, sie sind jedoch, wenn überhaupt, nur lokal bekannt.

Mögliche Massnahmen

Gute Nachfolgeregelungen für Hausärzte fördern und unterstützen.

Möglichkeit einer Gemeinschaftspraxis schaffen.

Ambulante Krankenpflege und Haushilfe weiter entwickeln (Spitex).

Neubau APH Brunnadern.

Palliativangebot schaffen.

Spitalpolitik des Kantons wachsam beobachten und aktiv Stellung nehmen.

Angebote im Gesundheitsbereich sammeln und publik machen.

4.5. Wohnen

Pflegebedürftige Personen, darunter können Menschen mit Handycaps oder auch ältere Menschen verstanden werden, sollen die Möglichkeit haben, möglichst viel Selbständigkeit bewahren zu können.

Dadurch werden sie in mehrfacher Hinsicht gestärkt, was für die betroffenen Menschen gesteigerte Lebensqualität und für das Gesundheitswesen weniger Kosten zur Folge hat.

Der Bedarf an Dienstleistungen und Betreuung entwickelt sich im Lauf eines Lebens individuell.

Dementsprechend soll auch das Angebot auf die aktuellen Bedürfnisse des einzelnen zugeschnitten werden können. Wir unterscheiden dabei zwischen begleitetem Wohnen, das noch einen grossen Anteil an Selbständigkeit voraussetzt, und betreutem Wohnen, bei dem pflegerische Angebote in unmittelbarer Nähe vorhanden sind.

Tendenziell ist auch damit zu rechnen, dass es aufgrund der Bevölkerung- und Erwerbstätigkeitsstruktur je länger je schwieriger wird, dass Pflegebedürftige von den eigenen Angehörigen versorgt werden können.

Leitgedanken

• Selbständiges Wohnen, so lange als möglich erhalten.

• Es soll möglichst lange die gewohnte Lebensform beibehalten werden können.

• Begleitetes Wohnen möglichst lange am vertrauten Wohnort.

• Günstige und massgeschneiderte Angebot für betreutes Wohnen.

Ist-Zustand

Die Spitex ermöglicht ein möglichst langes Wohnen zuhause. Es gibt jedoch Situationen, in denen Menschen ein Ausmass an Hilfe und Unterstützung brauchen, das zwischen dem Angebot einer Spitex und demjenigen eines Pflegeheims steht.

Betreutes Wohnen erfreut sich deshalb schon heute einer regen Nachfrage, und auch aus demografischen Gründen ist mit einer Zunahme zu rechnen. Im ehemaligen Altersheimteil in Brunnadern werden einige Einheiten realisiert.

Mögliche Massnahmen

Bedarf an Wohnformen abklären und aufgrund der Ergebnisse nach Lösungen und Alternativen suchen.

Gründungen von Alters-Wohngemeinschaften anregen.

Hauseigentümer motivieren, das Haus für begleitetes Wohnen so zu renovieren/auszubauen, dass es sich für begleitetes Wohnen eignet.

4.6. Mobilität (Verkehr und Infrastruktur)

Mobilität, Selbstwertgefühl, Gesundheit, Selbstständigkeit sind Begriffe, die eng zusammen hängen.

Leitgedanken

• Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen

• Die Autonomie erhalten

• Vorbeugung von Isolation und Vereinsamung

Ist-Zustand

• Tixi - Fahrdienst

• Rotkreuz-Fahrdienst

• Abholdienst auf Wunsch, organisiert von Veranstaltern (Altersanlässe, kirchliche Anlässe)

• Die Verbindung Mogelsberg Bahnhof – Dorf ist für ältere Menschen beschwerlich

Mögliche Massnahmen

Bekanntmachung der Fahrdienste

Verbesserung der Erschliessung des Dorfs Mogelsberg

Förderung der Fahrtüchtigkeit der älteren Generation

4.7. Information und Koordination

Leitgedanken

• Leicht zugängliche Information

• Information auch für Menschen, die keinen Zugang zu Informations-Technologien (IT) haben

• Praxisbezogene Informationen mit hohem Nutzwert

Ist-Zustand

• Arbeitsgruppen der Gemeinde (siehe Organigramm)

• Öffentlichkeitsarbeit und Prospekte der Einrichtungen

• Mitteilungsblätter

• Internetauftritt der Gemeinden

Mögliche Massnahmen

Schaffen einer Online Plattform (Informationen, Marktplatz für Dienstleistungen,..)

Strukturierte Information in den Mitteilungsblättern

Bedürfnisse der Bevölkerung evaluieren und Visionen entwickeln

 

Gemeinde Neckertal

St. Peterzell + Mogelsberg


Telefon 071 375 62 62

Mail an die Gemeinde

Gemeinde Oberhelfenschwil

Dorfstrasse 9

9621 Oberhelfenschwil


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Gemeinde Hemberg

Dreiegglistrasse 7

9633 Hemberg


Telefon 071 378 60 30

Fax 071 378 60 40

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Gemeinde Schönengrund

Unterdorf 5

9105 Schönengrund


Tel. 071 361 18 18

Fax 071 361 11 72

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